Kontext

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In Luxemburg zeigen die Statistiken, dass ein großer Teil der Bevölkerung nur sehr begrenzten Zugang zur Kultur hat und lediglich wenig bis gar kein Bezug exisitiert beziehungsweise kaum von der Kulturpolitik berücksichtigt wird. Beispiele hierfür sind:

  • Im Jahr 2016 lag das Armutsrisiko bei 15,3%, sowie auch die Ungleichheit. Die Armuts- als auch die Ungleichheitsquote unterliegen ständigen Schwankungen, wobei im Laufe der letzten 20 Jahre ein Aufwärtstrend zu erkennen ist.
  • Jugendliche, Ausländer, Schlechtgebildete sowie Arbeitslose und alleinerziehende Familien sind stärker von der Armut betroffen (Forum, Oktober 2016).
  • Im Jahr 2015 befanden sich 12% der Bevölkerung in anhaltender Armut.
  • Der Anteil der Analphabeten liegt zwischen 7% und 9% (Ministerium für Nationale Bildung, 2014).


In den letzten Jahren wurden Überlegungen auf verschiedenen Ebenen geführt. Ein Beispiel hierfür ist der Plan der sozialen Eingliederung 2003-2005, der Folgendes festhielt : „die Förderung des Zugangs zur Kultur für Menschen mit geringem Einkommen , indem sie mit dem vom Ministerium für Kultur ausgestellten Pass „Kultur für alle“ kostenlose Eintrittskarten für Museen des Staates und der Gemeinden erhallten. Dieser Pass steht jedem zu, der durch die SNAS (Service national d’action sociale, die soziale Aktionsstelle) einen Nachweis für ein niedriges Einkommen vorlegen kann“.

Darüber hinaus verpflichtete sich die Regierung während der Regierungserklärung von 2004 (Punkt 8 des Ministeriums für Kultur, Hochschule und Forschung) weitere Maßnahmen für einen erleichterten Zugang zur Kultur zu entwickeln: „Zur Gewährleistung eines besseren Zugangs zur Kultur für jedermann bietet die Regierung allen kulturellen Einrichtungen Anreize für die Umsetzung von flexibleren Öffnungszeiten und das Akquirieren von neuem Publikum, sei es jung oder alt, Luxemburger oder Ausländer.
Tage der offenen Türen, Eintrittskarten für junge Leute oder zum Beispiel gezielte Aktionen, die die Aufmerksamkeit derjenigen gewinnen, die in der Regel von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, sollendie Schwellenangst besiegen, solche Institue zu betreten.
Die gezielte Zusammenarbeit mit den Schulen des Landes, Bildungsdienstleistern an Kulturinstitutionen, Künstlern und Kulturschaffenden ermöglichen das Sensibilisieren der Bevölkerung für Kunst, Kreativität und wissenschaftlicher Kultur“. Der Tätigkeitsbericht 2007 des Ministeriums für Kultur behandelt die Schaffung einer interministeriellen Gruppe (Kultur-Bildung), welche ein Kulturveranstaltungsprogramm in den Schulen ins Leben ruft.

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